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Kategorie: Berlineritis

Geschichten um und durch und quer und sowieso: Berlin

Augenblick – Der Efeu

Augenblick – Der Efeu

Wenn ich von der Arbeit komme, also meistens in den Dämmerungs- oder Nachtstunden, starre ich manchmal sekundenlang in einen Friedhof hinein, der auf dem Weg liegt. In der Dämmerung kann man die dunklen Kreuze erkennen, hinter dem Hauch der Finsternis die unbeschienenen Platten sehen, dort, wo nichts mehr ist. Wo sie ruhen. Einige Schritte weiter und ich erkenne ein Haus. Es ist komplett mit jenem dunkelgrünen Efeu behangen, der mich an das Haus meiner Großeltern erinnert, jedoch hängt es nicht…

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Berlin: S-Bahn – Zwischendimension

Berlin: S-Bahn – Zwischendimension

Berlin… eine Stadt von Gestalten, die man bei Tag sehen und bei Nacht schreiend weglaufen kann, darf, wie auch immer durch die Bauarbeiten noch immer darauf dressiert, meinen Weg über die S-Bahn zu bestreiten, nach einem bizarren Fußweg durch die Bauarbeitengesprenkelten Fußwege am Alexanderplatz… stehe ich in der Bahn und versuche „Conan“ über mein Handy zu lesen. das gelingt recht gut, dank der Kindle-Software auf dem HTC-Wildfire. Eine Stimme lässt sich aufschrecken, dann resigniert zusammensinken: „Möchten Sie eine Zeitung kaufen?“…

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Berlin: S-Bahn – Die Musik aus der Tiefe

Berlin: S-Bahn – Die Musik aus der Tiefe

Es mag sein, dass wir sehr viel von der Welt wissen, von den sozialen Interaktionen, von Pflanzen und Tieren, von Lebewesen im Allgemeinen, die unsere Welt bewohnen, die unserer Sichtweise (in hellem Tageslicht) angepasst sind. Jedoch muss man sich eingestehen, dass nicht überall Licht scheint und dass man nicht überall Fackeln oder Taschenlampen nutzen kann: wo die Dunkelheit hinter einem undurchdringlichen Schleier liegt, so dass man sich ängstlich davon fern hält. Ich habe bereits vor einiger zeit eine düstere Erfahrungen…

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Berlin – Studium eines Schattenwesens in der S-Bahn

Berlin – Studium eines Schattenwesens in der S-Bahn

Berlin Die Sbahn unendliche Weiten wir schreiben… 2011. Die Umgehung meiner Ubahn dank gewisser baulicher Betätigungen bis November hin zwingt mich förmlich in Richtung S-Bahn, von der ich mir, nebst schneller Bewegung auch einen freien Blick in die schönen Häuserschluchten von Berlin erhoffe. Wenn die Leute nicht sind, die mich begaffen… Begaffen… eine Angewohnheit älterer Herrschaften (aus Neid, weil ich noch jung bin)… von Jungen (weil ich schon so vergreist bin), also bin ich es gewohnt und muss nicht mehr…

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Lyrik über Vögel vor dem Fenster morgens in der Dämmerung/In D-Moll/Reim-Dich-Modus

Lyrik über Vögel vor dem Fenster morgens in der Dämmerung/In D-Moll/Reim-Dich-Modus

Des Menschen Feind, ganz ohne Hast sitzt vor dem Fenster, auf dem Ast und schaut mit schwarzem Kullerblick betrachtet nun mein Dämmerglück. Ein Flügelschlag erweckt die andern, und statt zu reisen, südwärts wandern beginnen sie, gleich einem Chor, zu „singen“ in mein rechtes Ohr. Dem Pfeifen mag man abgewinnen dass, wenn man wach ist, freudig grinnen, doch wie so oft im Dämmerland ballt sich bereits des Schlummers Hand und eine Faust wird offenbar, die diese Zeit hasst, Früh und Jahr,…

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Berlin – Introspektive, eine Verneigung

Berlin – Introspektive, eine Verneigung

Epilog: Vermutlich höre ich zuviel Bowie…ich widme diesen Text Mr. Bowie und Mr. Iggy Pop. Text: Berlin – Introspektive, eine Verneigung Berlin… dickes B an der Spree*, menschenfressender, Kreativität-auspressender Moloch im mittelnördlichen Osten des Landes. Oh, wie verzweifle ich an dir, wie belauere ich dich und deine Einwohner, die knarzigen Großmütter an den Ubahnstationen und an den Pennymarkt-Kassen. Wie weiche ich deinen Straßenbahnhaltestellen aus, wohl wissend, dass sie mich verfolgen werden, wo auch immer ich gewesen bin. Und wenn der…

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Berlin: Die (un)Möglichkeit einer Madeleine

Berlin: Die (un)Möglichkeit einer Madeleine

Wo beginnt es und wo endet es? Es beginnt, wie meistens, über die Inspiration, gute und ungesunde Nahrung herzustellen. Es beginnt noch mehr bei dem Gedanken an Marcel Proust und an den Film „Der Transporter“. Und es endet mit einer Geschichte. Man muss nicht fragen, was der Zusammenhang zwischen beiden ist, wenn man nicht will. Doch dir, verehrter Leser aus dem 21. Jahrhundert, drücke ich gerne diese unglaublich wichtige C-Information aufs Auge. Die C-Information ist der C-Promi unter den Informationen….

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Berlin(?): Stillstand

Berlin(?): Stillstand

Es mag wohl angehen, dass meiner Großmutter Spruch „Voller Bauch studiert nicht gern“ richtig war. Tatsächlich fällt es mir schwer, klare Gedanken zu fassen, was vielleicht dennoch eher an dem Schock oder der Müdigkeit liegt, die sich beide über meinen Verstand eingefunden haben, schwebend, lauernd. Ich bemerke, wie ich ruckartig aufschrecke und aus dem Fenster starre, in die Dunkelheit. Das Lächerliche meiner Handlung wird mir bewusst, wenn mir einfällt, wo ich mich befinde. Ob es Realität oder Alptraum ist, mag…

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Berlin: U2 – Musikalisches Scharmützel

Berlin: U2 – Musikalisches Scharmützel

Teilweise handgebastelte Musik in der Ubahn ist eine schwierige Angelegenheit. Ich versuche, sie zu ignorieren, schraube den Lautstärkeregler meines MP3-Players nach oben, rede noch lauter mit mir selbst. Andere Menschen haben nicht die Möglichkeit oder die Lust, sich damit auseinanderzusetzen. Diese Geschichte läuft völlig fremde Musik ab, oder besser: nur mit der Musik der Gruppe „Gentle Giant“. Natürlich auf meinem Player. Ich stehe gemütlich, angelehnt an einer Tür, höre sanften Progressive-Rock, als sich hinter mir der Weg nach außen öffnet…

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Berlin: Der Rufer im Licht

Berlin: Der Rufer im Licht

Berlin ist großartig. Es vibriert vor Leben, die Häuserzeilen wechseln sporadisch zwischen Kunst und Kommerz, zwischen Reichtum und Bettlern, zwischen Kiez und Weltstadt. Ein Puzzle aus Menschenleben, zusammengedrängt in der U-Bahn sitzend, die Hände ausstreckend auf dem Alexanderplatz. Nun war ich mir dessen bewusst, als ich heute Morgen das Haus verließ. Die Welt schwamm in einem Meer aus Sonnenlicht, doch mein erster Schritt in den grellgelbe Wand stoppte abrupt. In der Ferne polterte eine Stimme. Ich drehte mich in diese…

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