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Kategorie: Frisches

Frische Gedanken

Des Frühlings Erwachen in B-Moll

Des Frühlings Erwachen in B-Moll

gewünscht und erdichtet: Des Märzens Sonne sich erhebt des Frühlings Schleier widerstrebt dem grauen Graupel, dessen Wert der Winter umge- umgekehrt Die Lebenswerte Blumenschar vergeht vor Warten, das ist klar doch Frost nur klingt in kühler Pracht die Blumen träumen durch die Nacht Doch auf, die Worte sind gequält es haben Stunden nur gefehlt bis dass des Frühlings Sonnenschein hüllt Blumenmeer und Menschen ein

La ’nrete

La ’nrete

Von allen Dingen, die mir widerfahren sind, sind die wenigen Augenblicke, in denen ich innehalten und die ausatmen konnte, die einzigen Erfahrungen, die wirklich etwas bedeuten. Jeder – so glaube ich – der sein Leben auf Basis zweiter Hand gegründet hat, auf Bücher und Filme, auf Serien und dem Murmeln von Hintergrundinformationen, auf Gerüchte und Verbindungen zwischen Personen und Dingen, dieser »jeder« wird begreifen, dass wir nur die Summe aller einsamen Gedanken sind, die sich dann einschleichen, wenn das Feuer…

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Der Termin

Der Termin

Die Türklingel reagierte prompt, doch für den Lautsprecher dauerte es länger, seiner Aufgabe zu folgen. »Hallo?«, fragte eine Stimme, verzerrt von hunderten Metern Kabel, die bis in die Höhe hinaufragten, je nachdem die Sekretärin der Firma »Hocks und Mozera« ihren Bürodrehstuhl rotierten lassen würde. Hans senkte seinen Blick von der Fensterwand hinunter zum Mikrofon der Anlage, um seine Lippen an das Plastikgitter zu pressen, damit das Rauschen der herum-eilenden Autos auf der Hauptstraße hinter ihm seine Existenz nicht auslöschen würden….

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Wie bitte?

Wie bitte?

Siehst du das Meer, das Schloss mit dem großen Geschoss davoneilen, verweilen wir doch am Strand dort, im Sand (der Reim nicht interessant).   Siehst du korallenweiß, den Meerschaum wie Schweiß der in den Augen brennt und mich vom Lichte trennt   Von Lichtern hell umsäumt und Bäumen wild umbäumt und Träumen sehr umträumt der Meerschaum, cool umschäumt.   Doch nun zurück zum Schloss mit dem großen Geschoss ich stehe noch am Strand hier liegt mir zuviel Sand.   Und…

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Hollquick Kapitel 4

Hollquick Kapitel 4

Zwei Orks haben sich davongemacht, sind im linken Ausgang, der vom Vorzimmer durch die Reihen der Nebenabteilung (Visionum und Verträge) führt, verschwunden. Was für ein Schachtelsatz, aber besser als wenn ich stotternd mit dem Finger auf irgendwelche Ecken zeige, die sonst keiner sieht. Die große Holztür, die den Partyraum von mir und dem Vorzimmer trennt, wurde zugeschlagen, als Rans Ruber seine kleine Rede beendete – die augenscheinlich was mit der Familiengeschichte von Uto (ich nenn ihn ab jetzt so, denn…

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Hollquick – Kapitel 3

Hollquick – Kapitel 3

Wo bin ich? Ich erinnere mich an Schmerzen, die aus dem Balokarz geflossen sind, mehr als Tage vor meiner Entdeckung, dass das Visionum mehr ist als nur angedeutet – es ist eine Macht. Aber genug vom trantütigen Herumgewanke in eigener Seelennot. Naratomika. Ich kenne sie. Sie ist die von ihm, also vom Chef, Rockmusik-Accessor. Mein Kopf schmerzt. Irgendwie bin ich eine Viertelmeile von dem entfernt, was man Realität nennen könnte. Sind Wochen vergangen oder nur Tage? Mist. Richte dich auf,…

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Hollquick – Kapitel 2

Hollquick – Kapitel 2

Das Trampeln der Monster, die sich unserer Festung nähern, muss doch Balokarz aufgefallen sein! Ich kann nicht glauben, dass er dumm genug ist, einem einfachen Hämmern zu antworten, ohne das Sicherheits-Visiorum zu befragen. Vermutlich ist er wieder dicht. Dicht ist sein Wort für »Unter dem Einfachen Einfluss Extra Ekstatischer Eselsmilch« – Weißwein, der im Dorf nebenan gebaut wird, ohne Trauben, dafür mit extra »dicht«. Mist. »Balokarz!« Meine Beine zittern, als ich seinen Namen rufe, doch wie ich schon im vorherigen…

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Hollquick – Kapitel 1

Hollquick – Kapitel 1

Es blinkt. Das verdammte Ding blinkt wieder. Mist. Ich schaue auf die Uhr. Es ist kurz vor 10. Es ist Freitag. Wie üblich – »Guten Abend«, sage ich, »mein Name ist -« »Ja, guten Abend, ich bin Liqwrssa Mltqwwar.« Ich habe nichts verstanden und bitte um eine Wiederholung. Der Mann oder die Frau – wer auch immer – stoppt in ihrem Redefluss und atmet kurz ein. Doch, der Name war richtig. Ich fühle die Buchstaben in meinem Kopf aufsteigen, die…

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Lykas Skriptorium als kostenloses E-Book!

Lykas Skriptorium als kostenloses E-Book!

Was lesen Menschen? Bücher? Geschichten? Worte? Buchstaben? Töne… äh, egal… Jedenfalls möchte ich euch heute (und auch in Zukunft – voller Dankbarkeit) mein Blog, alle bisherigen 81 Projekte als E-Book anbieten. Das sind auch nur knapp 150.000 Worte oder fünfhundertirgendwas Seiten. Ich veröffentliche den Blog als MOBI, EPUB und als PDF-Datei, je nachdem, was bei euch funktioniert. Alle Projekte sind über ein Inhaltsverzeichnis aufrufbar. (Die Bücher habe ich über die aktuellen Kindle-Geräte getestet – funktioniert. Bei der Kindle-Software zickt die Schriftdarstellung…

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Vom Kriechen und Wandern

Vom Kriechen und Wandern

»Lassen Sie ihn in Ruhe«, ruft die alte Frau, deren Gesicht aussieht wie 50 Jahre Bier und Glimmstengel, doch ihre Stimme verhallt in den Tiefen der Ubahn-Station. Niemand mag sie hören; ihr Fluchen allein hebt die Augen der Besucher, ihre Gedanken folgen dem Draht in das Licht der Neonröhren. »Ruhe«, summt zwischen den Stahlpfeilern umher, die das Dach über dem Donnern der Bahnen zusammenhalten, sich entzerren, bleiben, verstummen. Sie meint mich und den alten Mann, der vor mir umherwankt, als…

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