Browsed by
Kategorie: Augenblicke

Der Termin

Der Termin

Die Türklingel reagierte prompt, doch für den Lautsprecher dauerte es länger, seiner Aufgabe zu folgen. »Hallo?«, fragte eine Stimme, verzerrt von hunderten Metern Kabel, die bis in die Höhe hinaufragten, je nachdem die Sekretärin der Firma »Hocks und Mozera« ihren Bürodrehstuhl rotierten lassen würde. Hans senkte seinen Blick von der Fensterwand hinunter zum Mikrofon der Anlage, um seine Lippen an das Plastikgitter zu pressen, damit das Rauschen der herum-eilenden Autos auf der Hauptstraße hinter ihm seine Existenz nicht auslöschen würden….

Weiterlesen Weiterlesen

Lykas Skriptorium als kostenloses E-Book!

Lykas Skriptorium als kostenloses E-Book!

Was lesen Menschen? Bücher? Geschichten? Worte? Buchstaben? Töne… äh, egal… Jedenfalls möchte ich euch heute (und auch in Zukunft – voller Dankbarkeit) mein Blog, alle bisherigen 81 Projekte als E-Book anbieten. Das sind auch nur knapp 150.000 Worte oder fünfhundertirgendwas Seiten. Ich veröffentliche den Blog als MOBI, EPUB und als PDF-Datei, je nachdem, was bei euch funktioniert. Alle Projekte sind über ein Inhaltsverzeichnis aufrufbar. (Die Bücher habe ich über die aktuellen Kindle-Geräte getestet – funktioniert. Bei der Kindle-Software zickt die Schriftdarstellung…

Weiterlesen Weiterlesen

Winternacht

Winternacht

In dieser Nacht war es so kalt, dass selbst die Gaslaternen an den Straßen mißmutig flackerten, als ob Ihre Seelen im Eis verhungerten, das über den Glaskugeln hing, die sonst wie winzige Sonnen in der endlosen Finsternis wirken sollten. Freudige Menschen bedachten dieses Flimmern kaum, denn Ihre Gesichter waren auf die immer neuen Attraktionen gerichtet, die die Schaufenster der Kaufhäuser belebten. Nur noch 2 Wochen, dann wäre wieder einmal Weihnachten und Schwärme rotbäckiger Kinder und Erwachsener belagerten jeden freien Winkel,…

Weiterlesen Weiterlesen

Blumenmuster und Zigarettenrauch

Blumenmuster und Zigarettenrauch

In der Ferne übt ein Kind Saxophon. Es kann auch ein Roboter sein, ein Anfänger in Sachen »Ich kann Musik machen«, doch es ist fraglich. Ich starre in den Rauch meiner letzten Zigarette, bevor ich aufhöre. Regentropfen zischen in der Glut, versuchen, die letzten Reste des Tabaks zu vernichten, bevor ich es tun kann. Rinnsale glänzen, den Spuren von Klauen gleich, auf der Tapete, soweit sie sich noch nicht von der Wand gelöst hat. Manchmal ziehe ich lange Streifen vom…

Weiterlesen Weiterlesen

Platzregen

Platzregen

Pla Pla Pla, Pla Pla, Pla Pla, Pla Pla, Pla Pla, Pla, Pla, Pla,Pla Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla,…

Weiterlesen Weiterlesen

Der Pfad – Eine Erinnerung

Der Pfad – Eine Erinnerung

Wenn immer ich mich an meine Kindheit erinnere, denke ich an den Pfad. Gut, für die Großen, Erwachsenen ist es keine echte Herausforderung, den eingezäunten Pfad zwischen zwei getrennten Teilen meiner Heimatstadt zu betreten, aber für mich war es, so oft ich mich auch beherrschen wollte, ein lebendig gewordener Alptraum. Du musst es dir so vorstellen: Der Weg hinauf in den Pfad ist so schmal, dass nur ein einzelner Erwachsener ihn beschreiten kann. Es ist kaum möglich, einem möglichen Entgegenkommenden auszuweichen,…

Weiterlesen Weiterlesen

als die Welt noch lebte

als die Welt noch lebte

Ich nehme den Gürtel und das Klackern der Revolver weckt Assoziatinen an Steine, die auf glatten Bergseen aufschlagen und weiterspringen, hell und klar. Die Sonne geht unter, doch ich muss weiter. Die Welt wird dunkel, doch das ist notwendig: im Sonnenlicht würde ich verbrennen. Ich bin kein Vampir oder sowas, die Sonne ist ein Feind geworden, bereits vor Jahren, als wir noch Hoffnungen hatten. Waffen sind nötig, weil dort draußen genug Feinde sind… Tiere, den mutierenden Strahlen des Sonnenlichts ausgesetzt;…

Weiterlesen Weiterlesen

Augenblick – Der Efeu

Augenblick – Der Efeu

Wenn ich von der Arbeit komme, also meistens in den Dämmerungs- oder Nachtstunden, starre ich manchmal sekundenlang in einen Friedhof hinein, der auf dem Weg liegt. In der Dämmerung kann man die dunklen Kreuze erkennen, hinter dem Hauch der Finsternis die unbeschienenen Platten sehen, dort, wo nichts mehr ist. Wo sie ruhen. Einige Schritte weiter und ich erkenne ein Haus. Es ist komplett mit jenem dunkelgrünen Efeu behangen, der mich an das Haus meiner Großeltern erinnert, jedoch hängt es nicht…

Weiterlesen Weiterlesen

! und i aus dem Wunderwunderwunderspaßland (Fröhlichen Muttertag)

! und i aus dem Wunderwunderwunderspaßland (Fröhlichen Muttertag)

Das Besondere an diesem Abend war nicht, dass der blütenweiße Regen das Gold von den Füssen der promenierenden Hauptstadtbesucher gewaschen hatte, sondern dass die Sonne an diesem besonders schönen Sonntagabend sich einfach weigerte, unterzugehen. Betroffene Zwerge suchten mit ihren getönten Sonnenbrillen nach Schatten, Elfen zwitscherten fröhlich in ihren Bäumen und Baumwesen, naja, die waren aufgeregter als ein Flusspferd bei Ebbe. Es war eine ausgelassene, pre-apokalyptische Szenerie, von der wir uns nun verabschieden werden, weil sie eigentlich nur dazu da ist,…

Weiterlesen Weiterlesen