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Kategorie: Berlineritis

Geschichten um und durch und quer und sowieso: Berlin

Berlin – Studium eines Schattenwesens in der S-Bahn

Berlin – Studium eines Schattenwesens in der S-Bahn

Berlin Die Sbahn unendliche Weiten wir schreiben… 2011. Die Umgehung meiner Ubahn dank gewisser baulicher Betätigungen bis November hin zwingt mich förmlich in Richtung S-Bahn, von der ich mir, nebst schneller Bewegung auch einen freien Blick in die schönen Häuserschluchten von Berlin erhoffe. Wenn die Leute nicht sind, die mich begaffen… Begaffen… eine Angewohnheit älterer Herrschaften (aus Neid, weil ich noch jung bin)… von Jungen (weil ich schon so vergreist bin), also bin ich es gewohnt und muss nicht mehr…

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Lyrik über Vögel vor dem Fenster morgens in der Dämmerung/In D-Moll/Reim-Dich-Modus

Lyrik über Vögel vor dem Fenster morgens in der Dämmerung/In D-Moll/Reim-Dich-Modus

Des Menschen Feind, ganz ohne Hast sitzt vor dem Fenster, auf dem Ast und schaut mit schwarzem Kullerblick betrachtet nun mein Dämmerglück. Ein Flügelschlag erweckt die andern, und statt zu reisen, südwärts wandern beginnen sie, gleich einem Chor, zu „singen“ in mein rechtes Ohr. Dem Pfeifen mag man abgewinnen dass, wenn man wach ist, freudig grinnen, doch wie so oft im Dämmerland ballt sich bereits des Schlummers Hand und eine Faust wird offenbar, die diese Zeit hasst, Früh und Jahr,…

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Berlin – Introspektive, eine Verneigung

Berlin – Introspektive, eine Verneigung

Epilog: Vermutlich höre ich zuviel Bowie…ich widme diesen Text Mr. Bowie und Mr. Iggy Pop. Text: Berlin – Introspektive, eine Verneigung Berlin… dickes B an der Spree*, menschenfressender, Kreativität-auspressender Moloch im mittelnördlichen Osten des Landes. Oh, wie verzweifle ich an dir, wie belauere ich dich und deine Einwohner, die knarzigen Großmütter an den Ubahnstationen und an den Pennymarkt-Kassen. Wie weiche ich deinen Straßenbahnhaltestellen aus, wohl wissend, dass sie mich verfolgen werden, wo auch immer ich gewesen bin. Und wenn der…

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Berlin: Die (un)Möglichkeit einer Madeleine

Berlin: Die (un)Möglichkeit einer Madeleine

Wo beginnt es und wo endet es? Es beginnt, wie meistens, über die Inspiration, gute und ungesunde Nahrung herzustellen. Es beginnt noch mehr bei dem Gedanken an Marcel Proust und an den Film „Der Transporter“. Und es endet mit einer Geschichte. Man muss nicht fragen, was der Zusammenhang zwischen beiden ist, wenn man nicht will. Doch dir, verehrter Leser aus dem 21. Jahrhundert, drücke ich gerne diese unglaublich wichtige C-Information aufs Auge. Die C-Information ist der C-Promi unter den Informationen….

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Berlin(?): Stillstand

Berlin(?): Stillstand

Es mag wohl angehen, dass meiner Großmutter Spruch „Voller Bauch studiert nicht gern“ richtig war. Tatsächlich fällt es mir schwer, klare Gedanken zu fassen, was vielleicht dennoch eher an dem Schock oder der Müdigkeit liegt, die sich beide über meinen Verstand eingefunden haben, schwebend, lauernd. Ich bemerke, wie ich ruckartig aufschrecke und aus dem Fenster starre, in die Dunkelheit. Das Lächerliche meiner Handlung wird mir bewusst, wenn mir einfällt, wo ich mich befinde. Ob es Realität oder Alptraum ist, mag…

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Berlin: U2 – Musikalisches Scharmützel

Berlin: U2 – Musikalisches Scharmützel

Teilweise handgebastelte Musik in der Ubahn ist eine schwierige Angelegenheit. Ich versuche, sie zu ignorieren, schraube den Lautstärkeregler meines MP3-Players nach oben, rede noch lauter mit mir selbst. Andere Menschen haben nicht die Möglichkeit oder die Lust, sich damit auseinanderzusetzen. Diese Geschichte läuft völlig fremde Musik ab, oder besser: nur mit der Musik der Gruppe „Gentle Giant“. Natürlich auf meinem Player. Ich stehe gemütlich, angelehnt an einer Tür, höre sanften Progressive-Rock, als sich hinter mir der Weg nach außen öffnet…

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Berlin: Der Rufer im Licht

Berlin: Der Rufer im Licht

Berlin ist großartig. Es vibriert vor Leben, die Häuserzeilen wechseln sporadisch zwischen Kunst und Kommerz, zwischen Reichtum und Bettlern, zwischen Kiez und Weltstadt. Ein Puzzle aus Menschenleben, zusammengedrängt in der U-Bahn sitzend, die Hände ausstreckend auf dem Alexanderplatz. Nun war ich mir dessen bewusst, als ich heute Morgen das Haus verließ. Die Welt schwamm in einem Meer aus Sonnenlicht, doch mein erster Schritt in den grellgelbe Wand stoppte abrupt. In der Ferne polterte eine Stimme. Ich drehte mich in diese…

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Berlin: Ubahn am Morgen

Berlin: Ubahn am Morgen

Das Eintreten dieser beiden hochaufgeschossenen Damen in die bislang ruhige U-Bahn war der stillste Augenblick in der Karriere des Wagons. Für den Bruchteil einer Sekunde erstarrte jedes einzelne Atom, ohne dass beide davon Notiz nahmen. Ich jedoch schon. Die Unterscheidung beider Frauen war sehr einfach: Die rechte der beiden war groß und speckig, mit genug Sonnenbank-Erfahrung für die mittlere Reife eines Sonnenstudios und der Mimik eines Chihuahuas, die linke jedoch hatte kein Gesicht, nur jede Menge Hinterkopf zum Verstecken. Die…

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