Browsed by
Autor: Lyka

Emanuel wurde im verschlafenen und meistens verschneiten Erzgebirge geboren und verbrachte dort mehrere Jahre, bis er im Alter von 27 Jahren, 1 Monat und wenigen Tagen nach Berlin zog. Im Jahre 2003 bis 2006 schrieb er unter verschiedenen Pseudonymen Gedichte und Kurzgeschichten in verschiedenen Internetforen, legte jedoch eine längere Pause bis zum 23.05.2010 ein. An diesem magischen Tag begann er mit den Arbeiten an seinem Debüt “Der Club der Dilletanten”, welches er 2011 beendete und 2012 veröffentlichte. Zwischenzeitlich hat er mehrere Bücher als Ebooks veröffentlicht, die über verschiedene Shop-Seiten verfügbar sind. Weiterhin schreibt Emanuel über sein Blog “Lykas Skriptorium” Novellas, Kurzgeschichten, Flash-Fiction und Gedichte.

Dein Name

Dein Name

Grau

fühlst du ihn, den Druck der Straße unter deinen Füßen? Er fühlt jedes einzelne Staubkorn – sieht es aufsteigen, verharren, hört sein Flüstern, bis es wieder auf den Boden knallt. Eine mikroskopische Flutwelle rollte an seinen Schuhen entlang, Schritt für Schritt für Schritt. Die Luft schmeckt nach absolut gar nichts, bis zur Unkenntlichkeit gefiltert durch tausende Lungen, bis jeder Atemzug nur noch dazu dient, zu leben.

Fremde treffen auf Ihresgleichen, Pfade verschmelzen ohne Berührung, ohne physische Sensation, man wird eins für den Bruchteil eines Moments, doch nichts bleibt bestehen in dieser Welt ohne Worte.

Du fühlst das Nichts, nicht wahr? Die Einsamkeit der Menge, die sinnlosen Tänze, den Mangel an Sinn. Und doch, du erinnerst dich, gib es zu, an eine Zeit, in der du echt warst, existiert hast. Dann, als habe eine ferne Gestalt dir das wichtigste geraubt, deine Definition, deinen Anker.

Du bleibst stehen, die Stille stoppt, du manifestierst dich, eisgewordenes Wasser. „Hey“ zischt eine Stimme, ein Gesicht erscheint vor dir, Brille, Bart, viel zu großer Kopf für sein Alter, „geh weiter.“

„Nein“ sagst du und ein Gesicht formt sich, „gib mir meinen Namen zurück.“ Der andere Mann lacht. „Ich?“ „Du.“ „Wer bin ich, dein Schöpfer?“ „Ja. Gib mir meinen Namen wieder.“ „Und welchen willst du?“ Du schweigst. Überraschung.

„Meinen echten Namen.“

„Junger Mann…“, antwortet sein Gegenüber.

„Nein. Meinen echten Namen. Du kennst ihn.“

„Ich kannte ihn, ich vergaß ihn aus Gründen…“

„Für einen Effekt.“

„Für eine Sensation, ja.“

Andere starren auf euch. Macht mal hin. Jeder Augenblick spült mehr und mehr Wesen heran, namenlos und vergessen, aufgeschrieben und gelöscht, Schatten verlorener Geschichten. Sie heben ihre Hände, betrachten ihre Finger, suchen ihre Spiegelbilder in den Augen der anderen.

„Gib mir meine Existenz zurück.“

Er zuckt mit den Schultern. Du schlägst ihn ins Gesicht. „Namen….“ Er lacht. Blut tropft in den Staub. „Was sind schon…“ Du packst seine Kehle, er schüttelt dich ab, du folgst seinen Bewegungen, er versucht, auszuweichen, doch du bist schnell, eine einfache Dreifachkombination erwischt ihn. Er taumelt, hält sich oben. „Los, kämpf mit mir.“ Deine Worte wirken falsch, wer wagt es, ihn herauszufordern. „Nein.“ sagt er. Du schlägst wieder zu. Er weicht aus. Schläge verpuffen, Stimmen aus der Menge stöhnen auf. Du umkreist ihn, er lächelt, seine Zähne blitzen. Wolken rasen über den Himmel, Blitze formen sich in ihrem Inneren. Als du endlich triffst, erwischt der Donner die Straße, fegt sie mit seiner Macht fast leer, doch die Zuschauer kommen wieder, schlurfen heran. Die Kraft, sie füllt deine Lungen, dein Herz. Ein neuer Versuch, wieder ein Treffer. Der Boden bebt, Steine rieseln von den Häusern herab. Er weicht dir aus, führt dich. Ja, er führt dich, fühlst du es nicht? Nein, noch nicht. Deine Wut ist zu stark, folge ihr.

Hiebe und Tritte verletzen ihn, verwandeln seinen Körper in etwas Unerhörtes. Ein Blitz schlägt ein, das Zeichen deiner Macht. Tu es, erwisch ihn. Gut. Er grinst, spuckt Blut, fordert dich heraus. „Willst du leben?“ fragt eine ferne Stimme, eine Frau. Du hebst die Faust in den Himmel. Blitze wandern über deinen Körper, hüllen dich ein, das Tor zum Universum steht offen, der Blick in eine andere Welt ist dir erlaubt. Du lachst. „Ja!“ „Dann schau gefälligst auf die Straße, Idiot.“ Du drehst dich um.

Deine Füße haben Worte in den Staub geschrieben, die Kalligraphie deiner Wut hat dich beschenkt, sei dankbar. Du hörst das Jammern der Verstoßenen, als du beginnst, die Welt zu verlassen, befreit durch deine eigene Kraft. Sei dankbar, Jan und vergiss sie nicht, die anderen, die verlorenen Geschöpfe fremder Erzählungen und Träume. Vielleicht triffst du ja den einen oder anderen auf deinen Reisen und dann nickt ihr euch zu und geht eurer Wege, peinlich berührt, weil ihr nicht den Namen des anderen kennt.

Kristallwesen – Die Abenteuer des Nuah Fuzan

Kristallwesen – Die Abenteuer des Nuah Fuzan

cover

Mein Buch „Kristallwesen – Die Abenteuer des Nuah Fuzan“ stellt eine Frage: Wieso müssen alle Abenteuer von Jugendlichen, von jungen Erwachsenen erlebt werden? Wieso nicht von jemandem wie…. ihm hier:

„Wieso sollte ich ein Held sein?“ fragt sich Georg Friedrich Müller, als er auf einen alten Mann trifft, der ihn als Fuzan anspricht, als Helden, der die ferne Welt Kinsul befreien soll. Deutlich zu alt für sinnlose Abenteuer wird Georg in eine ferne Welt geschickt, in der er als Nuah Fuzan, ausgestattet mit den Kräften eines alten Feindes dieser Welt nicht nur versuchen muss, zu überleben, sondern auch seinen Ruf als Monster und als Held gerecht zu werden. Auf seiner Reise trifft er nicht nur Freund und Feind, Schurken und die Liebe, nein, auch die Zeit ist seine Schlachtfeld und auch, wenn er glaubt, endlich am Ende seines beschwerlichen Wegs zu sein, ist dies doch erst der Anfang.

Das Buch ist bei verschiedenen Anbietern* als Ebook im Angebot, ich freue mich über Käufe, Interesse und Reviews 😀

Verlag: neobooks
ISBN-10: 3738089101
ISBN-13: 9783738089103

*Hier zum Beispiel:

https://www.amazon.de/Kristallwesen-Die-Abenteuer-Nuah-Fuzan-ebook/dp/B01M2A7VF3

https://www.weltbild.de/artikel/ebook/kristallwesen_22228658-1

Rupert Namenlos

Rupert Namenlos

Der letzte Schritt war getan. Die Möglichkeit, sich selbst aus den Köpfen der Menschheit zu entfernen, lag nur einen Knopfdruck entfernt, ggf eine kleine Nachjustierung der Maschine. Dann aber, in ein paar Minuten, kabumm, alles wäre überstanden, alle Erinnerungen ausgelöscht, alle Geheimnisse wieder geheim.

Nichts wäre mehr übrig von Rupert J. Ponyhouse, Wissenschaftler und Nullnummer, Opfer sovieler Angriffe, nicht nur wegen seines Namens, auch wegen seiner Theorie, dass das menschliche Bewußtsein nur eine Laune einer hyperdimensionalen Multifrequenzübertragung wäre, die Verknüpfung des Menschenhirns mit einer übergeordneten Entität. Heute, bald, jetzt gleich, alles weg. Er könnte verschwinden, was neues anfangen, nachdem die Daten aus dem Netz gelöscht worden waren, dank eines Hackers, der zwar teuer gewesen war, aber was solls, man wird nicht wirklich frei, wenn man nicht dafür zahlt.

Knopfdruck. Die Maschinen beginnen, ihre Arbeit zu tun, beschleunigen, Wellen formen sich um Rupert herum, verknoten subatomare Energiefetzen in lustige Regenbögen, jemand klopft an die Tür, vermutlich will dieser jemand rein, brüllt, jault, zischt, Worte zucken, während die Erde bebt: ein gutes Zeichen, der Druck wird größer, die Verbindung stabilisiert sich. Das/Der/Die Jemand sprengt die Tür mit einer Axt auf, rutscht heran, versucht, den Knopf zu drücken, erwischt aber die Justierung, Haha, zu spät. Die Welt wird weiß.

Kopfschmerzen kleben an der Schädeldecke des Namenlosen, sein Gesicht spiegelt sich in den Augen der Krankenschwester wider. Sie lächelt. „Rupert?“ fragt sie. Er nickt, schüttelt den Kopf, „Wer?“ Ihre Augenbraue hebt sich, ihre Hände sind kühl auf seiner Stirn. „Rupert? Rupert rupert.“ Hinter ihr öffnet sich die Tür, eine weiterer Schwester betritt den Raum. „Rupert.“ „Rupert?“ „Rupert rupert rupert!“ Sie knallt die Tür zu. „Rupert“ entschuldigt sich die Frau. Schritte im Gang, die Tür wird aufgerissen, ein Arzt stampft herein. „Rupert. Rupert, rupert rupert!“ Hinter ihm Polizisten. Erst jetzt merkt der Namenlose due Handschellen, die am Gitter an seinem Bett entlangklirren. „Rupeeeert“ kichert einer der Polizisten, „rupert rupert ruuuupert!“ Jemand rennt durch die Gegend, ein Meer aus Stimmen rollt über ihm, Getuschel und Schreie, Blitzlichter brennen sich in seine Netzhaut, er schließt die Augen. Nach einer gefühlten Ewigkeit öffnet er sie wieder, die Uhr über der Tür zeigt „Rupert“ und der Wecker ebenso. Ein Kalender: Rupert. Die blinkende Rupert-Anzeige draußen verweißt auf etwas Rupert, ein Fragebogen liegt vor ihm auf dem Bett, ein Stift daneben, der Fernseher ist eingeschaltet, eine Laufschrift, ein Mann mit lautlosen Mundbewegungen, alles Rupert, Rupert und wieder Rupert. Er lacht, weint, rupert. Er weiß zwar nicht, wer er ist, aber vermutlich rupert sich alles irgendwann zusammen. Er war mal Doktor oder Wissenschaftler oder einfach Rupert. Rupert so wie Rupert. Rupert Rupert rupert rupert rupert!

Lykas Skriptorium – Das Buch zum Blog!

Lykas Skriptorium – Das Buch zum Blog!

Mein Buch “Lykas Skriptorium – Das Buch zum Blog” wurde letzte Nacht veröffentlicht. Es enthält alle 67 (SIEBENUNDSECHZIG!) Geschichten (längere Werke wie “Black Metal Cowboy”, den kapitalen 27 Kapitel-er “Wo die Welt aufhört” und “Harold Osterhagen?”), Kurzgeschichten, Flash-Fiction, Inspirationen meines Blogs seit 2011 und natürlich “Platzregen”!
 
😀
 
Ich freue mich übers Lesen, Verteilen und Bewerten!
 
 
https://www.amazon.de/dp/B01KP3MZ9K
Platzregen

Platzregen

Pla

Pla

Pla, Pla

Pla, Pla

Pla, Pla

Pla, Pla

Pla, Pla, Pla, Pla,Pla

Pla, Pla,

Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla,

Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla,

Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla,

Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla,

Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla,

Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla,

Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla,

Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla,

Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla,

Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla,

Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla,

Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla,

Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla,

Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla,

Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla,

Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla,

Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla,

Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Oh, Pla, Pla, Mist, Pla, Pla, Pla, Dreck, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla,

Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla,

Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla,

Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla,

Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Dreckelender, verdammt nochmal, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla,

Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla,

Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla,

Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla,

Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla,

Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla,

Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla,

Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla,

Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla,

Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla,

Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla,

Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla,

Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla,

Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Hab, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla,

Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla,

Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla,

Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla,

Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla,

Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, den, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla,

Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla,

Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla,

Pla, Pla, Pla, Pla, verfluchten Regenschirm, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla,

Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla,

Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla,

Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla,

Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla,

Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla,

Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla,

Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla,

Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla,

Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla,

Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla,

Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla,

Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla,

Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla,

Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla,

Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla,

Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla,

Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla,

Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla,

Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla,

Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla,

Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla,

Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla,

Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla,

Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla,

Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla,

Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla,

Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla,

Pla, Pla, Pla, Pla, vergessen, Pla, DreckPla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla,

Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla,

Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla,

Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla,

Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla,

Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla,

Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla,

Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla,

Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla,

Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla,

Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla,

Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla,

Pla, Pla, Pla, Pla, Pla, Pla,

Pla, Pla, Pla, Pla,

Pla, Pla, Pla, Pla,

Pla, Pla,

Pla, Pla,

Pla,Pla

tzregen

 

Die letzten Augenblicke des Imperators Larzx5S

Die letzten Augenblicke des Imperators Larzx5S

“Lasst die Spiele beginnen”, brüllt Larzx5S, während seine mittlere Faust über den Knöpfen des Laufsprechersystems kreist, herunterstößt wie ein Metallpfalomal, der auf Beute fixiert ist. Die anderen Fäuste pressen sich an einen Becher smalowischen Rotweins, zittern vor Gier und Wolllust. Sein Schwert fällt klirrend auf den mosaikdurchwobenen Fußboden seines fliegenden Palastes, genannt “der weiß-ewige Kreislauf”, der über einen Verbrauch von 50 Sonnen im Jahr liegt, eine Spitzenleistung larzxischen Ingenieurwesens, wenngleich auch schon ein paar Umkreisungen alt.

Unter Larzx5S bebt der Boden, was er nicht bemerkt, denn in der Luft ist man von allem abgeschnitten, was gut und schlecht ist, hier oben pflegt man anders mit diesen Konzepten umzugehen, sprich, sie zu ignorieren. Da unten, in der Einöde von Klavus 6 begegnen sich die beiden Heere, eines vollkommen unterlegen, die Einheiten Opalaz’ lassen sich an 5 Händen abzählen, mehr Beute als Gegner, mehr Wolke, die man davonbläst, als echte Existenz… auf der anderen Seite Larzx5S Elitekommando, jede einzelne Halbkybernetiker eine tödliche Kampfmaschine, die von Larzx7S angeführt wird, dem Enkel seiner Majestät, ein Spitzenklon wie sein Großvater, nicht so mies wie Larzx6S, dessen Namen aus den Annalen der Geschichte getilgt wurde, als er den höchsten Verrat beging, den das Reich Larzx in seiner millennia-alten Geschichte erlebt hatte, einen Verrat, den selbst die puppenhaften Räte seiner Majestät nicht auslöschen konnten. Verrat, was für ein gutes Wort für die Faust, die das Spiel der tausend Meister mit einem Wisch vernichtete, jede Taktik ad absurdum führte, das Spielbrett mit einer, wie er jammerte, “versehentlichen” Bewegung seines linken Abräumte. Der Arm musste daran glauben, die Laserschnitte liessen seine Verstümmelung grotesk einfach wirken, aber der Rest… der Rest wurde vergraben, auf der anderen Seite von Larzx, tief in den Eingeweiden des trockenen Bodens, auf dass seine Seele niemals Platz unter den 158 Vorgängern finden würde, seien sie tot oder im Eisschlaf oder lebendig.

Heute nicht. Heute würde Larzx5S die Welt beherrschen, die man Larzx nennt. Heute würde der große, der endlose Krieg endlich enden. Heute würden seine Scharen den letzten Feind überwinden, seine Seelen vernichten, seine Geister auslöschen, heute würde, so hatte es ihm der alte Prophet gesagt, der namenlose und gesichtslose Mann, dessen Augen inmitten eines zerfressenen Gesichts lagen, dessen Mund kein Wort sagen konnte, ohne in Larzx5S ein ungutes Gefühl der Verlorenheit auszulösen… heute würden alle Träume wahr werden.

 

“Und dann” flüstert er, seine Stimme gleich zweier metallener Opanatile, die einen Ton aus zwei verschiedenen Frequenzen erzeugen konnten, “dann bin ich endlich frei.” Die Tür hinter ihm öffnet sich und der kalte Hauch der Gewissheit dringt zu seiner Haut vor, die von Narben durchzogen sind wie der Planet unter ihm. “Bald ist es soweit” sagt er, als er dem Namenlosen seine Bezeugung macht, denn anders als die Vorgänger in dieser ewigen Schlacht um ein winziges Stück Dreck im Weltraum, sieht er die Vernunft in den dumpfen Fragen, die sein Hirn jede Nacht martert, die nur der Mann heilen kann, der sich keine Existenz zu schulden kommt. “Frei” flüstert die Grabesstimme, “frei macht nur der Tod”. Larzx5S fühlt die Klinge, genießt sie sogar für einen kurzen Augenblick, “ich wusste es” ergänzt er, “du cheatest.” “Es ist kein Cheaten, wenn man am Ende gewinnt.” Flocken fallen vom Gesicht des Imperators, mischen sich mit dem Blut, das seine Augen verlässt und der Staub, der eine Maske zeichnet, die ihn an Larzx6S erinnert, zerrinnt wie die Armee von Opalaz, einer Erfindung seines Klon-Sohns, der die weißglühende Klinge aus dem Körper seines Vorgängers zieht. “Dem Sieger ist alles egal” kichert die Kreatur, die aus der Wüste gekommen ist, als sie zu Sand zerfällt, zu Sand, der weder Gedanke noch Wunsch hat, der nur aus Träumen besteht, aus Träumen eines endlosen Kriegs.

 

 

Die Jagd

Die Jagd

Stille

kein Ton dringt an sein Ohr

nur langsam, in weiter Ferne, sein Herzschlag, wie Nebel. Er dreht seinen Kopf, die Welt zieht vorbei, grün und braun, im Hintergrund dunkles Blau, von weißen Kringeln durchzogen. Seine Fußzehen bohren sich in die Sandalen, Fichtennadeln stechen seine bloßen Füße. Er geht in die Knie, wischt sie ab, hört das leise Kratzen seiner Finger, die über die ledernen Riemen rutschen.

Weiterhin Ruhe. Ein Hauch von Wind atmet in sein Genick, er zuckt zusammen, verharrt in dieser Position, dreht sich um. Der Wald hat sich nicht verändert. Bäume und Büsche rühren sich nicht. Wieder dreht er sich um, betrachtet die Borke des Baums direkt vor ihm.

Er spürt, wie er seinen Atem wiederfindet. Seine Ohren pochen, sein Blut rauscht, seine Zähne knirschen verzweifelt.

Mit aller Vorsicht schiebt er sich von seiner Position weg, lässt die unsichere Stelle hinter sich zurück. Langsam versinkt sein klopfendes Herz wieder in seinem Brustkorb. Weiter und weiter, wie ein Tier, das seinem Verfolger entkommen ist, rutscht er über den fleckigen Waldboden. Kein Geräusch machen. Jetzt kein… es knackt, ein Zweig rutscht an seinem Bein vorbei, hinterlässt nach einem Augenblick einen blutroten Striemen. Doch er sieht es nicht, seine Augen haben etwas erkannt, einen Fleck, orange mit gelben Linien durchzogen.

Wieder geht er in die Knie. Seine Hände umfassen das Gras zu seinen Füßen. Der Busch, nur einen Meter entfernt, wird ihm Schutz gewähren, wenn er… wieder knackt es. Ein dumpfer Knall, ein dahi ntrabendes Tier. Wieder atmet er nicht, nur für ein paar Sekunden. Seine Augen hängen an den farbigen Flecken wie ein Fisch an der Angel.

Der Busch hat seine schützende Hand abgezogen. Er erhebt sich aus der Deckung, kriecht näher, seine Hände schwitzen, sein Kopf dröhnt, seine Füße pressen sich in den Boden, suchen einen Stein, einen Block, um sich abzustützen, um die letzte, viel zu lange Entfernung mit einem schnellen Sprung hinter sich zu bringen. Wieder ein Krachen, diesmal näher. Er hört sich selbst fluchen, ein heiseres Raunen entrinnt seiner Kehle. Keine Reaktion vor ihm. Jetzt oder nie, rufen Herz und Verstand.

“Ich hab dich. Du bist dran!” Der andere dreht sich zu ihm um. Sein Kopf liegt quer über seinem Hals gespannt, seine Hände umfassen weiterhin den Baum vor ihm, ein Auge von der Größe seines Mundes blitzt auf und die Zungen hinter den unzähligen winzigen Zähnen kosten die Panik, die ihn in diesem Moment überwältigt.

“Ich bin nicht dran,”, zischt das Wesen und sein Augenlid schließt sich für einen Moment, “aber du bist.”

 

Unglaublich! Was neues!

Unglaublich! Was neues!

Hi,

zur Info für die geneigten Leser, die ich sehr lange im Stich gelassen habe (mea culpa, mea maxima culpa):

Mein Blog und meine Website “Emanuel schreibt” (via www.emanuel-schreibt.de) sind online gegangen.

Wieso das?

Ich sehe Lykas Scriptorium als “Bro” und Emanuel schreibt als “Pro” an. Das Skriptorium  ist ein Spielplatz für neue Ideen, während die andere Seite, der andere Blog für mich das Arbeitszimmer unter dem Konzept “Setzen wir uns mal ernsthaft hin und ackern wir!” ist. Und derzeit ist Ernsthaftigkeit angesagt…

Ich hoffe, ich krieg das gebacken!

Gruß aus Berlin, Lyka/Emanuel

eine letzte Aussprache am See um Mitternacht…

eine letzte Aussprache am See um Mitternacht…

Von der Summe her war es recht einfach:

Weg und Zeit ergibt kalkulierte Wut.

Diese Gedanken trugen Johannes P. Lattrek, genannt “Johnny”, auch auf Grund seiner Lederjacke und seiner Vorliebe für die Hits der 60er, die er in seinem Autoradio laufen liess, während er hinter sich die Tür schloss und den Weg zum See hinunterwanderte.

Herbstregen hatte die letzten Blätter auf dem Pfad verstreut, hatte sie durchweicht wie altes Semmelbrot, das die Rentner, die im Sommer auf den Bänken vor dem abfallenden Ufer verbrachten, nicht weit genug werfen konnten, damit die wenigen Enten, die es bis hierher geschafft hatten, es wenigstens irgendwie mitbekommen hätten. Sagen wir so: Es war glitschig.

Johnny blieb stehen. Hinter ihm erstreckte sich die Siedlung, in der er aufgewachsen war, ein fahler Block, der in den mitternächtlichen Himmei hinausragten, die wenigen Sterne überdeckten, die es schafften, durch den Smog der Großstadt zu dringen. Er steckte sich eine Zigarette an. Sie schmeckte illegal importiert. Johnny spuckte aus, dann drehte er die glühende Spitze ab und verfrachtete den Rest wieder in seiner Lederjacke. Es war kalt. Irgendein Hit der Beatles drang aus dem halbheruntergelassenen Fenster seines Scirocco und verteilte sich um ihn herum. Er stampfte weiter.

Er konnte sie sehen. Sie hatte angefangen, sich für ihn und seine Vorliebe für die Monroe, die Haare blondzufärben. Sie hatte viel getan, damit er glücklich war. Sie hatte noch mehr getan, damit er nicht unglücklich war. Er war schnell unglücklich und seine Hand war schnell. Er rieb seinen Daumen an seinem Ledergürtel; die blanke Stelle war wie ein Muster in seiner Persönlichkeit, die auf ihrer Haut einen deutlichen Abdruck hinterließ… wie in seinem Kopf.

Er spuckte wieder aus. Eine letzte Aussprache hatte sie ihm bewilligt, war ihm ausgewichen, so weit sie es konnte, aber auch Therapeuten oder irgendwelche Richter konnten nicht verhindern, dass er sich beleidigt fühlte. Musste er alles auf der Welt ertragen? Hatte er nicht schon früh gelernt, dass das Weinen der anderen ihm Erlösung versprachen, wenigstens für einen Augenblick?

Sein Herz fühlte sich an wie das Eis, das über dem See gewachsen war… diese letzte Aussprache war seine Möglichkeit, das finale Wort zu haben. Er würde gewinnen, in sein Auto steigen und davonfahren. Sie wäre… erledigt. Er fühlte den Wagenheber an sein Bein lehnen, sich durch seine Hose brennen. Sie würde ihn schmecken. Sie gehörte ihm. Er atmete schwer. Nicht unterschätzen, Johnny. Heute war der Tag der Abrechnung. MIt ihnen allen. Und er würde mit ihr anfangen.

Das Metall brannte sich in seine Hand, verschmolz mit seinem Fleisch. Er lief los. Das helle Ziel blieb in seinem Blick. Der Abhang wurde steiler. Die Zeit blieb stehen, als sein Herzschlag eine magische Grenze übersprang und in die Unendlichkeit abdriftete. Sein Verstand nahm nur einen Teil der echten Welt wahr: Sie drehte sich um. Sein Blick schrumpfte. Ihre Augen wuchsen. Er fühlte, wie sein Arm sich hob, sein Mund sich öffnete, um einen Schrei auszustoßen. SIe hob ihre Hände, ihr Gesicht wurde zu einer Maske aus Porzellan.

Als er an ihr vorbeitaumelte , blieb sie für einige Augenblicke stehen. Das Eis verlor unter seinen Metallabsätzen seine Kraft und liess zu, dass sich ein Riss bildete, einen jener winzigen Schluchten, die genau bis zum Wasser hinunterreichen, die sich in mathematisch verwirrenden chaotischen verteilen, bis sie ihr Ziel erreicht haben.

Als sie Johnny aus dem eiskalten Nass zogen, irgendwo in der Mitte des Sees, wohin ihn die schwache Strömung befördert hatte, fiel es nur der jungen blonden Frau mit den großen Augen auf, das ein Stück Toastbrot unter einem seiner Stiefel klebte. “Enten” flüsterte sie” Enten konnte er nie leiden.” Im Hintergrund verebbte das Autoradio und eine einzelne dankbare Träne benetzte den Raureif eines neuen Tages.

Zwei Schatten

Zwei Schatten

Ich sah die Gestalt vor mir auf dem Weg zur U-Bahn. Ihr riesiger Schatten schien die Welt auszulöschen, aber es war nur das taktisch schlecht platzierte Licht der Laternen an den weiß-bemalten Neubewohnerhäusern, die zeigen wollten, wie hip sie wären, in dem Sie diese Lämpchen von Dämmerung zu Dämmerung dahinschweifen liefen.

Er war schneller als ich, ich wanderte langsam nach meinem Arbeitsabend durch die beginnende Nacht. Die Straße war fast leer, ein paar Fenster waren offen und hinterließen einen sanften Teppich aus blauem Licht und fernen Explosionen aus den fremden Welten der Fernsehprogramme. Ich sah ihn über den Hügel stampfen, als wäre etwas hinter ihm her, ich war es nicht. Ich ging nur in die selbe Richtung wie er, nun hügelabwärts an einem Amüsierschuppen in liebesblutrot vorbei, das Gebrabbel von Restaurantgästen erfüllte mich, ich lauschte Ihnen für ein paar Augenblicke, dann war ich vorbei und er augenscheinlich schon vor Ewigkeiten. Auch ich schlurfte die ermüdende Treppe in die U-Bahn-Station hinunter. Da war er wieder, das Gesicht gesenkt, starrte er auf die Gleise, stand an meinem Platz, unbeweglich wie eine Mauer. Ich stellte ich neben ihn hin, blickte auf die helle Fliese, die meinen Platz auf dem Bahnsteig markierte, um den besten Platz zu finden. Er wich mir aus, ging ein halbes Dutzend Schritte nach rechts davon. Ich blieb stehen. Merkwürdigkeiten schossen mir in den Kopf. Ich starrte die Uhr an, die mir sagte, dass es kaum noch ein paar Augenblicke wäre, bis ich endlich meinen Abgang machen könnte.

Die Bahn auf der Gegenseite fuhr davon, ich hatte nicht gehört, wie sie angekommen war, die Abendgäste ausgespuckt, neue Mitfahrer eingesaugt, eingesargt hatte. Er stand neben mir, blickte immer auf die Zeit, als ob es wichtig wäre, er hatte mich verfolgt, schleichend nur, hatte mich von meinem Platz gedrängt, als ob es der seine wäre.Endlich kam die Bahn. Doch die Position der Tür war taktisch falsch, so trat ich nach ihm in dieselbe, in der er verschwunden war, ein. Er hatte keinen Platz gefunden, einen Hauch von Genugtuung konnte ich nicht verbergen. Er schaute weg. Ich auch.

Ich hörte Musik. Er las ein Buch, irgendein schwarzes Digitalschriftstück starrte mich an. Ich hatte mein ähnliches in meinem Rucksack. Er blickte immer wieder auf und las die Stationsanzeigen mit unnatürlicher Aufmerksamkeit. Ich fand das lächerlich, aber er war halt komisch. Ich hasste es, zu stehen, gerade so lang, aber was ist, ist schlecht, also musste ich mich daran gewöhnen.

Die Fahrt zog sich hin. Das Buch war nicht gerade schlecht, aber es hätte besser sein können. Im Hintergrund war das Säuseln irgendwelcher fremdartiger Noten zu hören. Er war noch immer da. Idiot. Wann würde er aussteigen? Die Geschichte im Buch war dämlich, aber ich hatte nichts anderes und seine Musik spielte noch immer.

Menschenmassen stiegen aus und wieder ein. Der Wagon platzte und atmete wieder. Die Nacht nahm Ihre Arbeit auf und ließ nur die Bekloppten zurück, die Schlaflosen, die Trunkenen.

Er war noch immer da. Diese Fremde in seinen Augen machte mich mürbe.

Er ging nicht weg. Er blieb da, angewurzelt.

Eine Ewigkeit verstrich, ganz sachte wie eine Feile auf Blech, genauso wie die Bremsen und das Tröten der Bahn, ein Taumel aus Nichts und Allem.

Ich sah, wie er ausstieg und davoneilte. Ging er nicht in die falsche Richtung? Ja, das tat er. Dieser… Idiot. Ich… aber er hatte ja noch Zeit, sich für eine Tür zu entscheiden. Ich folgte ihm.

Er folgte mir ebenso wie ich ihm, aber das hatte keinerlei Bewandtnis, auch wenn ich seine Schuhe hörte. Ein halbes Dutzend Türen hatte er Zeit.

Die Straße lag leer vor mir. Und ihm. Die letzten Gäste hatten die Fußsteige verlassen. Der Mond kicherte leise unterm Sternenzelt.

Ich konnte ihn nicht mehr hören, aber mich umzudrehen, wäre dämlich gewesen. Ich fühlte, er war da.

Das Glastor war geschlossen, meine Finger hatten den Schlüsselbund schon Ewigkeiten gepackt und suchten den Schlüssel.

Er schloss die Tür auf, zitterte, huschte hinein. Ich wollte den meinen Schlüssel nicht suchen, also rannte ich los und erwischte das Glas noch im letzten Augenblick. Er stob davon. Der Innenhof war einsam.

Er wohnte im Haus?

Ich suchte die Tür… vermutlich, ich meine, es gab noch andere Türen im Innenhof… er musste mir nicht folgen. Ich stieß die Tür auf und schloss Sie hinter mir. Die Treppe. Ich hörte seinen Schlüssel.

Idiot. Wieso riss er die Tür so zu? Hatte er Angst? Ich hätte Angst haben müssen! Ich meine… was, wenn er wusste, er ich war?

Die Treppen hinauf. Es knackte hinter mir. Schlüssel klimperten theatralisch. Seine Schritte waren überall.

Er stand vor der Tür. Sie war reflektierte ihn. Sie reflektierte mich. Er drehte sich um. Unsere Blicken trafen sich. “Hallo Emanuel” sagte er.

“Hallo Emanuel” antwortete er. “Feierabend” sagte er. Wir nickten. “Wir wissen” sagten wir, “dass wir Fremde sind” sagten wir, “im selben Geist.” “…und im selben Dasein”.

Ich drückte die Tür auf und ging hinein. “Fremde im selbem Geist, im selben Dasein, pfff”, wiederholte ich leise, “was für ein Idiot.” Die Tür schloss sich. Die Welt schlief davon.